Reviews - Generator
FF WOCHENMAGAZIN (IT), 26/02/2005:
Zitterpartie
Szene: Was passiert, wenn eine Band bei der Arbeit an einer CD ihre Mitglieder verliert?
"Godmachine" haben eine Lösung für das Problem gefunden.
Es ist eine denkbar ungemütliche Situation: Da hat man als Band einige nicht grad alltägliche Auftritte bereits fixiert, freut sich darauf und hat - wie im Falle "Godmachine"
- auch noch eine Ladung guter Musik in der Hinterhand, und dann verlassen gleich zwei Bandmitglieder urplötzlich die Gruppe. Was tun? Verzweifeln? Das Handtuch werfen? Bruno Bassi, Gitarrist, Hauptsongschreiber und Leader der Stoner-Band "Godmachine" hat, trotz prekärer Lage - immerhin galt es den Sänger (Sebastian Goralik) und den Bassisten (Thiemo Micheler) zu ersetzen - nicht die Ruhe verloren und ist auf seiner Suche nach Lösungen fündig geworden. Am Bass steht nun Roberto Bravi, der zwar bereits in einer Bozner Band gespielt hat, aber dennoch ein so gut wie unbeschriebenes Blatt ist. Die Rolle des Sängers nimmt der bisherige zweite Gitarrist Peter Tomasi ein, der für den "neuen Job" die Gitarre zur Seite legt. Und so sind die geplanten Auftritte bei Como (im März) und in Mailand (im Juni) gerettet. Der neue Internetauftritt (www.godmachine.it) ist vor wenigen Tagen freigeschaltet worden, und die Aufnahmen für das neue Demo, an dem die Band in den letzten Tagen intensivst gearbeitet hat, konnten ebenfalls zur allgemeinen Zufriedenheit fast abgeschlossen werden; auch wenn angesichts der neuen Situation mit Bruno Bassi und dem Schlagzeuger Felix Bissardella gewissermaßen nur die halbe Band die vier geplanten Songs wirklich beherrschten. Angesichts des Arbeitseifers der Band dürfte das neue Demo in wenigen Wochen vorliegen. Zu den Auswirkungen auf die Siltrichtung meint Bruno Bassi: "Was die Stilrichtung angeht - die Songs sind etwas grooviger und rocklastiger als die vom alten Demo, aber es ist immer noch Stoner-Rock. Manche die es gehört haben, wollen ab und zu stilmäßige Affinitäten zu Metallica ("Load") oder gar Motörhead erkennen. Durch die neuen Musiker hat sich vorerst nichts verändert, Peter Tomasi war ja schon vorher an der Rhythmusgitarre, und ob sich durch Robert was ändert, wird sich in Zukunft zeigen." Wer die Band antesten will - vielleicht auf einem der geplanten Openairs im anstehenden Sommer -, das 2004 erschienene Demo "Generator" ist nach wie vor über die Adresse This e-mail address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it erhältlich.
Reinhold Giovanett
Bank4Fun (IT) 05/07/2004
...um 16 Uhr betraten sie zum zweiten Mal seit Bestehen die Bühne und sie konnten ihrem voraus geeilten Ruf gerecht werden. Denn bereits im Vorfeld sprach man vom beeindruckenden musikalischen Potential der Band und der gelungenen Bühnenpremiere im Vorprogramm der amerikanischen Senkrechtstarter Ill Niño. Was die jungen Bozner auf der Bühne zeigten bewies, dass man auch in Zukunft noch viel von der Band hören wird.
Alle 16 è entrato in scena il gruppo GODMACHINE. Le aspettative erano alte per questo gruppo erano molto alte, e la loro esibizione è stata pressoché impeccabile confermandole. Il loro debutto sul palco è avvenuto come supporter della band americana Ill Niño. E dopo questo successo, di sicuro si sentirà ancora parecchio di questogruppo di giovani bolzanini.
Zett (IT), 06/06/2004
Gut, Wild, Godmachine
BOZEN Zu den interessantesten Phänomenen des School's Out Festivals gehört die (noch) unbekannte Band Godmachine. So wie die Band Toymachine aus Natz diese Veranstaltung als Sprungbrett für die Karriere genutzt hat, könnte es auch Godmachine gelingen, sich in der Szene zu etablieren.Godmachine besitzen großes Potential in Sachen Songwriting. Zudem wächst die Band immer mehr zusammen und sie versteht es, das im Kopf entstandene Material live umzusetzen. Ein Beispiel dafür ist die erste Demo-Aufnahmen, die den Titel Generator trägt.
Hinter dem Namen Godmachine verbergen sich Sebastian Goralik, Bruno Bassi, Peter Tomasi, Thiemo Micheler und Felix Bissardella. Ihr Musikstil ist, meiner Meining nach, sehr schwer zu beschreiben. Die Musiker mischen Hardrock der siebziger Jahre mit modernen Soundmustern, legen wilde Akkorde darunter und produzieren somit eine eigenartige Wüstenrockstimmung, wie man sie von Bands wie Kyuss kennt. Auffallend ist zudem die eigenwillige Stimme von Frontman Sebastian. Godmachine treten am Samstag, 12. Juni auf.
FF WOCHENMAGAZIN (IT), 03/06/2004:
Godmachine
Szene: Wie aus dem Nichts tauchen "Godmachine" mit einem ersten Demo auf, das klingt, als wären sie bereits seit Jahren unterwegs.Im September letzten Jahres, während einer Fahrt nach Schottland, zeigt der Gitarrist Bruno Bassi dem ehemaligen Sänger der Band "Dawn of Dreams", Sebastian Goralik, einige seiner Songs. Goralik, erstaunt von der Qualität des Materials, bietet Bassi die Möglichkeit an, die Songs in einem Homestudio einzuspielen. Bassi nimmt an und nach einigen Monaten ist nicht nur die Demo-CD "Generator" fertig, sondern es gibt auch eine neue Band namens "Godmachine". "Godmachine" spielen in der
klassischen Fünfer-Formation: Sänger (Sebastian Goralik), zwei Gitarren (Bruno Bassi, Peter Tomasi), Bass (Thiemo Micheler) und Schlagzeug (Felix Bissardella).
Auch wenn die Musiker im Durchschnitt Mitte Zwanzig sind, so verwundert die Qualität des Demos dennoch einigermaßen. Dabei erstaunt zuallererst das Klangbild und die Spielweise, die ganz bewusst an die harten Bands der Siebziger Jahre erinnert. "Godmachine" definieren ihren Stil etwas umständlich aber nachvollziehbar mit den Worten: "Godmachine kombinieren den gitarrenorientierten Hardrocksound der 70er mit modernem Songwriting, Riffs vermengt mit Zakk Wylde-style owerakkorden
und der Wüstenrockstimmung alter Bands wie Kyuss." Das ist Musik, die unter dem allgemeinen Etikett "Stoner-Rock" läuft. "Stoner-Rock" ist mittlerweile sehr dehnbarer Begriff geworden, aber als Fixpunkte gelten nach wie vor die frühen "Black Sabbath" und eben "Kyuss", eine Band, die mit nur vier Alben in der ersten Hälfte der Neunziger Jahre abseits aller damals gängigen Trends zum Kult wurden.
Auch wenn bei "Godmachine" hin und wieder Elemente des modernen Metal durchdringen wie beispielsweise bei "Gun" - der Song ist auch auf dem "School&'s Out Festival"-Sampler zu hören -, oder die Band etwa bei "Endorphine" gar an die gothische Düsternis von Gruppen wie "Typo O Negative" erinnern, so fühlen sich "Godmachine" in staubiger Retroatmosphäre am wohlsten: Die Geschwindigkeit der Songs ist verhalten, der Sound der Gitarren hart und etwas dumpf und die tragenden Melodien der Songs werden in erster Linie von den Gitarristen geliefert. Aber trotz Retroflair klingen die Songs durchaus modern, echt und überzeugend.
Die Qualität des "Godmachine"-Demos hat auch einige Organisatoren von Festivals überzeugt: Nach ihrem Auftritt beim diesjährigen "School&'s Out Festival" in Bozen, haben "Godmachine" noch mindestens 4 weitere Festivalauftritte vor sich: das Rittner "Rock im Ring Openair" am 3. Juli, das "Badia Rocks Festival" in Pedratsches am 16. Juli, wahrscheinlich das "Südtirol rockt Festival" in Brixen am 30. Juli und das kleine aber feine Openair "Rock af Pranzoul" in Garn bei Feldthurns am 4. September.
Fazit: Wer gute, passende Musik für längere Auto- oder Motorradfahrten braucht, sollte sich das Demo "Generator" besorgen. Wer hingegen eine harte Band buchen will, die etwas anders klingt als alle harten Bands hierzulande, der sollte "Godmachine" kontaktieren. Im Konzertkalender ist noch Platz für den einen oder anderen Auftritt.
Reinhold Giovanett


